Nüsse: Haselnuss

Welche Nährwerte hat die Haselnuss?
Die Haselnuss ist reich an Vitaminen und enthält die Vitamine A, C und E. Außerdem enthält sie einen ausbalancierten B-Vitamin-Komplex. 46 Prozent sind ungesättigte Fettsäuren, 8 Prozent sind sogar mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Der Fettgehalt beträgt 62 Prozent. Außerdem enthalten Haselnüsse die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Natrium und Kalium. 100 Gramm Haselnüsse haben 650 kcal. Der Kaloriengehalt ist also wie bei allen Nüssen sehr hoch.



Die gesundheitliche Wirkung der Haselnüsse:
Der ausbalancierte Komplex an B-Vitaminen führt dazu, dass Haselnüsse als Nervennahrung gelten. Sie fördern die Botenstoffe im Hirn und hellen dadurch indirekt die Stimmung auf. Die A-Vitamine sind gesund für die Augen, fördern aber auch die Verdauung. Haselnüsse sollen mit ihren ausgewogenen Nährwerten sogar Krebs vorbeugen können. Vor allem die Gefahr des Magen- und Darmkrebses kann eingeschränkt werden. Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren wirkt sich außerdem positiv auf den Cholesterin-Spiegel aus. Das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen kann dadurch verringert werden. Calcium und Eisen stärken das Knochenmark. Insgesamt fördert die Haselnuss außerdem das Immunsystem.

Sind Haselnüsse Schlankmacher?
Eigentlich nicht, da sie wie alle Nüsse enorm viele Kalorien haben und man mit einer kleinen Schüssel Nüsse seinen Tagesbedarf an Kalorien für einen Tag decken kann. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Kalorien bei einer Diät nicht mehr als 1200 betragen dürfen. Allerdings liefern sie auch alle Nährstoffe und Vitamine, die der Mensch an einem Tag braucht.
Ernährungswissenschaftler haben jedoch festgestellt, dass sich die Nährstoffdichte in der Haselnuss plus die Zusammensetzung aller Nährstoffe positiv auf den Stoffwechsel auswirken. Die Nährstoffdichte sorgt auch dafür, dass man schon mit sehr geringen Mengen satt wird. Sie schützen außerdem vor Heißhunger-Anfällen. Wer plötzlich Heißhunger verspürt, kann mit einer einzelnen Nuss den Anfall in den Griff bekommen. Wenn man also den Kalorienverbrauch genau im Auge behält, wirken sich Haselnüsse sehr positiv auf eine Diät aus. In jeder gesunden Diät sind deshalb 20 Gramm Nüsse pro Tag mitberechnet. Haselnüsse gelten in diesem Zusammenhang sogar als besonders hilfreich!

Nüsse als Heilmittel?
Man kann mit Haselnüssen natürlich keine Krankheiten heilen, aber Haselnüsse können während einer medizinischen Behandlung unterstützend wirken und außerdem Krankheiten vorbeugen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil jeder gesunden Ernährung


Haselnüsse und der Magen- und Darmkrebs
Die ungesättigten Fettsäuren und die Nährstoffdichte können diese Krankheiten vorbeugen. Wer aus familiären Gründen eine Veranlagung zu Krebserkrankungen hat, kann Haselnüsse deshalb nach Absprache mit seinem Arzt gezielt zur Vorbeugung einsetzen.

Die gefürchtete Haselnuss-Allergie
Haselnüsse können bei vielen Menschen zu starken allergischen Reaktionen führen. Da Haselnuss-Mehl auch bei der Produktion von Schokolade und fertigen Süßspeisen oft zum Einsatz kommt, stellt sie eine ständige Gefahr dar und muss auf den Produkten auch angegeben sein. Auch dann, wenn die Schokolade nur Spuren von Haselnussmehl enthält, sollte das auf der Liste mit den Inhaltsstoffen erkennbar sein.

Der gefährliche Schimmel
Gerade Haselnüsse sind sehr empfänglich für Schimmelpilze, die die giftigen Aflatoxine entwickeln. Einerseits können auch Schimmelpilze heftige Allergien auslösen, andererseits sind Aflatoxine so toxisch, dass sie als Krebsauslöser gelten. Aflatoxine greifen vor allem Leber und Nieren an und führen im schlimmsten Fall zu Organversagen oder zu Leber- und Nierenkrebs. Sie sind geruchslos und geschmacklos, und man kann sie mit bloßem Auge nicht sehen! Es ist also sehr wichtig, beim Kauf umsichtig zu sein. Man sollte immer nur ganze Nüsse kaufen und sie selbst hacken oder mahlen. Nur dann ist man wirklich auf der sicheren Seite.