Spurenelement: Vanadium

Vanadium ist ein sogenanntes Ultraspurenelement, da der menschliche Körper durchschnittlich nur rund 100 Mikrogramm Vanadium enthält.

Was ist Vanadium?
Vanadium ist ein sehr hartes und beständiges Schwermetall. Die stahlgraue Substanz wird vor allem für Legierungen genutzt. Das chemische Symbol des Spurenelements ist V, seine Ordnungszahl 23.


In der Natur findet sich Vanadium vor allem in Erzen und in Erdöl. Es wurde durch den Chemiker Niels Gabriel Sefström entdeckt. Dieser verlieh dem Element auch seinen Namen. Er orientierte sich dabei an dem Beinamen Vanadis der altnordischen Göttin Freya. Die Salze des Vanadiums, die sehr schöne Farben bilden können, erinnerten den Chemiker an die bekannte Göttin.

Wofür nutzt der Körper Vanadium?
Die höchste Konzentration des Spurenelementes findet sich in den Nieren, in der Milz, in den Knochen und in der Leber. Welche Aufgaben Vanadium im menschlichen Körper genau übernimmt, ist noch nicht geklärt.

Tierversuche zeigen aber, dass viele Säugetiere und auch Algen ohne Vanadium sterben. Bei Ziegen geht mit einem Vanadiummangel zum Beispiel eine Wachstumsverzögerung einher. Auch die Lebenserwartung reduziert sich deutlich.

Beim Menschen sind bisher noch keine Mangelerscheinungen belegt worden. Deshalb ist auch noch unklar, ob Vanadium ein essenzielles, also ein lebensnotwendiges, Spurenelement ist. Einigen Studien zufolge soll Vanadium eine Rolle bei der Blutzuckerregulierung im Blut spielen. Zudem soll das Spurenelement über die Stimulierung und Hemmung verschiedener Enzyme zahlreiche Stoffwechselprozesse beeinflussen.


Wie hoch ist die empfohlene Tagesdosis?
Da die Bedeutung von Vanadium für den menschlichen Körper bisher noch nicht geklärt ist, existiert keine verbindliche Empfehlung für eine bestimmte Tagesdosis. Die durchschnittliche Aufnahme von Vanadium über die Nahrung wird auf etwa 15 bis 35 Mikrogramm pro Tag geschätzt. Zu den vanadiumhaltigen Lebensmitteln gehören:

  • Pfeffer
  • Pilze
  • Hülsenfrüchte
  • Meeresfrüchte
  • Fische
  • Spinat
  • Petersilie
  • Dill
  • Vollkornprodukte
  • Fleisch

Welche Auswirkungen hat ein Vanadiummangel?
Bisher wurden noch keine Symptome beschrieben, die explizit auf einen Vanadiummangel hinweisen. In Tierversuchen kam es bei einem Mangel zu Wachstumsstörungen, einer verringerten Lebenserwartung und zu Unfruchtbarkeit.

Wie äußert sich eine Überdosierung?
Ab einer Dosis von 10 bis 20 Milligramm Vanadium können Vergiftungserscheinungen auftreten. Diese Mengen können allerdings nicht über die normale Nahrungsaufnahme, sondern nur über hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel oder über die Inhalation vanadiumhaltiger Stäube erreicht werden. Vanadiumpräparate sind vor allem in der Bodybuilding- und Kraftsport-Szene verbreitet. Sie sollen die Leistungsfähigkeit verbessern und den Muskelaufbau beschleunigen.

Symptome einer Vanadiumvergiftung sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Herz-Rhythmus-Störungen und Atembeschwerden.