Macht Spinat dick?

Spinat

Schon der Comic-Held Popeye wusste um die nahrhafte Wirkung von Spinat: Wann immer er sich in Gefahr befand, stärkte eine Dose des grünen Gemüses seine Muskeln und verlieh ihm unmenschliche Kräfte. Auch wenn sich dadurch ein Mythos entwickelt hat, der leider nicht bestätigt werden kann, so ist der Spinat doch ein wertvolles Lebensmittel für uns Menschen. Der darin befindliche Anteil an Eisen, der das Gerücht der starkmachenden Pflanze einst gründete, ist dabei aber beinahe zu vernachlässigen. Denn es gibt für diesen Zweck weitaus bessere Sorten an Gemüse, die über sehr viel mehr Eisen verfügen. Dennoch ist die Menge an Vitaminen und Mineralstoffen im Spinat sehr hoch.

Das beginnt zunächst mit dem Vitamin A, das ebenso gut für die Augen wie für die Haut verwendet werden kann. Auch das enthaltene Kalium, das Kalzium sowie das Magnesium leisten wichtige Dienste im menschlichen Organismus. Allerdings ist der Spinat auch ein Lebensmittel, das nur allzu häufig falsch zubereitet wird und daher viel von seiner Kraft verliert. Zunächst sollte er nicht allzu stark erhitzt werden. Zudem ist die Zugabe von Rahm entbehrlich. Damit wird das Gemüse zwar etwas schmackhafter, gerät durch diesen aus der Kuhmilch gewonnenen Zusatz jedoch wirklich in den Verruf, ein Dickmacher zu sein.


Zu Unrecht, denn an sich ist der Spinat ein Gemüse mit einem sehr geringen Anteil an Kalorien. Erheblicher ist dabei schon das Vorkommen von nützlichen Mineralstoffen. Sie sorgen dafür, dass Beschwerden des Herzkreislaufsystems gesenkt werden. Ebenso ist das Risiko der Krebserkrankung bei regelmäßigem Konsum von Spinat etwas geringer. Übrigens kann auch mit einem anderen Mythos aufgeräumt werden: Einmal erhitzter Spinat lässt sich sehr wohl ein zweites Mal erwärmen. Solange er dann nicht von Säuglingen oder bereits geschwächten Personen verzehrt wird, ist eine Folgeerkrankung nicht zu befürchten. Es lohnt sich also, das Gemüse in seinen vielfältigen Variationen zu probieren – auch wenn es keine dicken Oberarme verleiht.

Kalorien (kcal) pro 100 g: 19
Kohlenhydrate: 0,6 g
Eiweiß: 2,7 g
Fett: 0,3 g