Kann man das Krebsrisiko durch Obstverzehr verringern?

Es ist mehr als nur ein Gerücht, dass Obst und Gemüse vor Krebs schützen. Besonders die Entwicklung von Krebsarten im Bauch- und Rachenraum wird durch regelmäßigen Verzehr von Obst eingedämmt, dabei nicht nur in den Verdauungsorganen, sondern auch in den Atemwegen. Es wird empfohlen, täglich mindestens ein halbes Kilogramm Obst und Gemüse, aufgeteilt auf fünf Mahlzeiten, zu verzehren, um das Krebsrisiko effektiv zu verringern. Dabei ist rohes Obst deutlich effektiver als verarbeitetes.


Der Grund für diese Wirkung sind die sekundären Pflanzenstoffe, sogenannte Flavinoide. Bei diesen handelt es sich nicht um Vitamine oder Mineralstoffe, sondern sie erfüllen für die Pflanze vermutlich wichtige Aufgaben in der Interaktion mit ihrer Umwelt, zum Beispiel zur Abwehr von Fressfeinden oder dem Anlocken bestäubender Insekten. Wenn Menschen diese Pflanzen essen, entfalten die sekundären Pflanzenstoffe starke gesundheitsfördernde Wirkungen.

Diese Wirkungen können sehr vielfältig sein. Unter den Obstsorten scheint sich der Apfel am besten für die Krebsvorsorge zu eignen. Ein reichlicher Verzehr von frischen Äpfeln kann nicht nur die Entstehung von Tumoren verhindern, sondern sogar bereits vorhandene Tumore schrumpfen lassen. Verantwortlich dafür ist der im Apfel enthaltene Radikalfänger Quercetin. Freie Radikale im Körper können erbgutschädigend wirken und damit das Krebsrisiko erhöhen. Besonders effektiv krebshemmend wirkt sich der Apfel für die Leber und den Darm aus.