Gesund essen in Österreich

Wer an die österreichische Küche denkt, dem fallen sofort landestypische Schmankerl wie Kirchbraten, Wiener Schnitzel und Salzburger Nockerln ein. Gesundheitsbewussten Menschen stehen bei dem Gedanken an die fett- und zuckerhaltigen Speisen die Haare zu Berge. Zuviel Fett, Salz und Zucker führen nicht nur zu Überwicht, sondern werden auch für viele Krankheiten verantwortlich gemacht.

Dabei gibt es Speisen, die nicht nur gesund sind, sondern auch noch schmecken. Aber wer hat schon Lust auf das ständige Kalorienzählen? Wenn man einige grundlegende Dinge beachtet, ist es gar nicht so schwer, sich bewusst und trotzdem lecker zu ernähren.


Gesunde österreichische Küche

Auf einem ausgewogenen Speiseplan sollten vor allem vitaminhaltiges Gemüse, ballaststoffreiche Beilagen und für den Eiweißhaushalt mageres Fleisch stehen.
Wer sich gesund ernähren will, muss aber nicht gleich auf die regionale Küche verzichten. Oft reicht es schon, die Rezepte leicht abzuwandeln. Zum Beispiel kann der Knödelliebhaber statt Semmelbrösel, Speck und Ei, für die Herstellung seiner Beilage Buchweizen und leckere Kräuter verwenden und hat so eine gesunde Variante seiner Lieblingsspeise. Anstelle des steirischen Surbratens könnten als gesunde Möglichkeit die landestypischen Käferbohnenlaibchen, wahlweise mit oder ohne Schinken, serviert werden.


Eine Alternative zu Schweinefleisch sind unzählige Variationen von Hähnchen- oder Putenfleischgerichten, wie beispielsweise Putenrollbraten mit Lauchfüllung oder eine fettarme Hendlzubereitung. Gemüse kann man sehr gut als Pfannengerichte anrichten und viele Sorten eignen sich auch hervorragend als Grundlage für pikante Strudelspeisen. Ein ausgewogener Ernährungsplan enthält zudem viel Fisch. Für den kleineren Hunger zwischendurch bieten sich vielfältige Hüttenkäserezepte an, die vor allem auch Sportler begeistern. Ob als schmackhaften Dip für Gemüseschnetzel, als Aufstrich für ballaststoffreiche Brotsorten oder auch als Zutat für süße Speisen, Hüttenkäse eignet sich sehr gut als Bestandteil einer vollwertigen Ernährung.

Speisen, die mit Zurückhaltung genossen werden sollten

Es gibt Gerichte, die nicht täglich auf den Speiseplan gehören. Wer als Vorspeise Grammelpogatscherl verputzt, sich als Hauptgang einen Faschierten Braten mit Topfenfülle gönnt und sich dann als Dessert Krapfen mit Marillensirup einverleibt, dürfte allein vom Kalorienbedarf her über seinen Tagessatz liegen. Speisen, die mit Speck, Schmalz, viel Butter, Mehl und Zucker zubereitet werden, sind mit Zurückhaltung zu genießen. Kaiserschmarren, Sacher Torte und süße Knödelspeisen sind wahre Zuckerbomben. Kümmelbraten, Geselchtes oder Schweinebraten sind sehr fetthaltige Gerichte. Käsespätzle sind neben verschiedenen deftigen Knödeln eher eine ungesunde Beilage. Hier sind schmackhafte leichte Erdäpfelzubereitungen die gesündere Wahl.

Ganz soll keiner auf Mutterns Braten und Omas Marillenknödel verzichten. Ab und zu darf geschlemmt werden, man sollte dann nur auf den entsprechenden Ausgleich achten, wie zum Beispiel ein ausgedehnter Verdauungsspaziergang nach der Schlemmerei. Jeder, der seine Ernährungsweise umgestellt hat, weiß die Fitness und das Wohlbefinden zu schätzen. Wer sich dazu noch regelmäßig bewegt und seiner Lieblingssportart nachgeht, der hat bis ins hohe Alter eine bessere Lebensqualität.