Vitamin K Lebensmittel

Vitamin K ist wie die Vitamine A, D und E ein fettlösliches Vitamin. Es umfasst eine ganze Gruppe von Vitaminen, die zu den K-Vitaminen gehören. Das für den Menschen relevante Vitamin K1, auch bekannt als Phyllochinon, ist wie die anderen K-Vitamine für die Aktivierung der Gerinnungsfaktoren verantwortlich. Die Hauptfunktion der K-Vitamine besteht also darin, die Blutgerinnung zu steuern. In den letzten Jahren sind aber auch noch andere Eigenschaften und Funktionen dieses Vitamins bekannt geworden. So ist es unter anderem wichtig für die Knochenstabilität, die Zellwachstumsregulierung und die Gesundheit der Blutgefäße. Allerdings wurden die Reaktionsmechanismen für diese Funktionen bisher noch nicht aufgeklärt. Da Vitamin K in den Lebensmitteln sehr verbreitet vorkommt, ist ein Mangel über eine Fehlernährung selten.


Welche Aufgaben besitzt Vitamin K?

Vitamin K übt im Organismus folgende Funktionen aus:

  • Vitamin K überführt die Gerinnungsfaktoren in ihre aktive Form. Dadurch trägt es dazu bei, Blutungen zu stoppen.
  • Es greift auch in den Knochenstoffwechsel ein, wobei es das Osteoporoserisiko deutlich senkt. Über den Mechanismus dieser Wirkung ist noch wenig bekannt.
  • Vitamin K ist an der Regulierung des Zellwachstums und auch des Tumorwachstums beteiligt. Welche Zusammenhänge hier bestehen, wird gegenwärtig noch in einigen Forschungsprojekten untersucht.
  • Es wurde auch festgestellt, dass Vitamin K sogar Gefäßverkalkungen vorbeugen kann, indem es die Kalkablagerung in den Arterien reduziert.

Wie hoch ist der Bedarf an Vitamin K?

Kinder haben einen höheren Tagesbedarf an Vitamin K als Erwachsene. Der Tagesbedarf

  • Erwachsener beträgt 0,03 bis 1,5 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht
  • und der Tagesbedarf von Kindern liegt bei 10 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Vitamin K?

Besonders viel Vitamin K ist in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Hier sollen einmal einige Lebensmittel mit den höchsten Konzentrationen an Vitamin K vorgestellt werden. Die Angaben sind in Mikrogramm pro 100 Gramm essbarer Anteil des Lebensmittels angegeben:

  • Grünkohl (817 Mikrogramm)
  • Spinat (305 Mikrogramm)
  • Brokkoli (270 Mikrogramm)
  • Schnittlauch (380 Mikrogramm)
  • Traubenkernöl (280 Mikrogramm)
  • Kichererbse (264 Mikrogramm)
  • Brunnenkresse (250 Mikrogramm)
  • Sojamehl (200 Mikrogramm)
  • Fenchel (240 Mikrogramm)

Bei folgenden Lebensmitteln liegt die Konzentration von Vitamin K zwischen 100 und 200 Mikrogramm pro 100 Gramm:

  • Linsen
  • Weizenkeime
  • Rapsöl
  • Sojaöl
  • Kürbiskernöl

Folgende Lebensmittel enthalten Vitamin K in Konzentrationen zwischen 50 und 100 Mikrogramm pro 100 Gramm:

  • Chinakohl
  • Weißkohl
  • Erbsen
  • Kalbsleber
  • Hühnerleber
  • Rinderleber
  • Schweineleber
  • Weizenkleie
  • Haferflocken

Der Tagesbedarf an Vitamin K kann folgendermaßen gedeckt werden:

  • durch 10 Gramm Petersilie,
  • 20 Gramm Spinat,
  • 90 Gramm Kalbsleber
  • oder 220 Gramm Speisequark

Welche Folgen hat ein Vitamin-K-Mangel?

Ein Vitamin-K-Mangel wird meist nicht durch Mangelernährung ausgelöst, weil in den meisten Nahrungsmitteln Vitamin K enthalten ist. Bei künstlicher Ernährung über die Vene kann es allerdings dazu kommen.

Der Vitamin-K-Mangel äußert sich durch starke spontane Blutungen, die auch bei relativ leichten Verletzungen zu einem hohen Blutverlust führen können.


Blutverdünnende Medikamente wie Marcumar bewirken eine Inaktivierung des Vitamins K. Wenn blutverdünnende Medikamente zur Verhinderung von Blutgerinnseln verabreicht werden müssen, sollten keine Lebensmittel mit hohen Vitamin-K-Werten gegessen werden. Diese würden die Wirksamkeit dieser Medikamente einschränken.

Allerdings können Neugeborene nicht durch Stillen allein mit Vitamin K versorgt werden, weil Muttermilch kaum Vitamin K enthält. Zur Prophylaxe von Hirnblutungen wird Neugeborenen deshalb in den ersten Lebenswochen Vitamin K verabreicht.

Fazit

Vitamin K ist als fettlösliches Vitamin besonders in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. Es dient hauptsächlich dazu, die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X zu aktivieren, um Blutungen zu stoppen.