6 richtig schwer verdauliche Lebensmittel

schwer verdaulich

Manche Lebensmittel liegen uns sprichwörtlich wie ein Stein im Magen. Es dauert sehr lange bis durch unser Verdauungssystem durchgeschleust werden und sie belasten dieses oft unnötig. Nach dem Verzehr drückt es im Magen, man verspürt ein Völlegefühl oder unangenehme Blähungen plagen den Menschen und seine Umwelt. Nicht jedes der schwer verdaulichen Lebensmittel wird von jedem Menschen schlecht vertragen und man sollte schon gar nicht gleich generell darauf verzichten.

Fette & geräucherte Fleisch- und Wurstwaren

Der deftige Schweinebraten, der stark geräucherte Speck oder der Entenbraten von Tante Hilde können uns ein unangenehmes Völlegefühl nach dem Essen bescheren. Möchte man dies vermeiden, kann man auch auf mageres Geflügelfleisch oder magere Fleischteile von Rind und Schwein zurückgreifen.

Vollkorn

An sich ist Vollkorn ja sehr gesund. Jedoch sollte man nicht gleich zu viel davon zu sich nehmen, wenn Magen und Darm nicht daran gewöhnt sind. Das gut gemeinte grobe Vollkornbrot für die gesunde Ernährung wird dann schnell zum Plagegeist im Bauch. Lieber vorsichtig anfangen und leichter verdauliches Getreide, wie Dinkel, wählen. Mit dem vollen Roggenkorn steht so manch ein Verdauungstrakt auf Kriegsfuß. Also einfach ausprobieren und in die abwechslungsreiche Mischkost integrieren. Generell sollte zu Vollkornprodukten ausreichend getrunken werden, dann können diese gut aufquellen.

Blähende Obst- und Gemüsesorten

Drei Portionen Gemüse am Tag sollen es sein, so raten es Ernährungsexperten, um den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Vorsichtig ist hinsichtlich der Verdaulichkeit bei allen Kohlsorten, Paprika, Zwiebel, Gurke, Rettich und sämtlichen Hülsenfrüchten, wie Bohnen und Linsen, geboten. Hat Ihr Darm damit noch keine bis wenig Bekanntschaft gemacht, dann reagiert er eventuell mit übermäßiger Gasbildung darauf. Gewöhnen Sie ihn lieber mit anfangs kleineren Portionen daran. Achten Sie auf Ihre Reaktion und entscheiden Sie dann, was künftig wieder auf den Speiseplan kommt.

Wie beim Gemüse ist auch beim Obst ein täglicher Verzehr von zwei Portionen angeraten. Manche Menschen reagieren empfindlich auf Steinobst, wie Kirschen, Pflaumen oder Marillen. Unangenehme Auswirkungen hat auch unreif verzehrtes Obst. So können beispielsweise Erdbeeren außerhalb der Saison, die noch nicht den optimalen Reifegrad erreicht haben, ein Drücken in der Magengegend verursachen.

Fettreiche Milchprodukte

Sahne, Vollmilch, Rahm und Käse über 45 Prozent Fettanteil liegen dem einen oder anderen schwer im Magen. Ebenso verhält es sich mit Schimmelkäsen oder überreifem Camembert. Alles Zeitgenossen, die unsere Verdauung zu Höchstleistungen antreiben.

Frisches Brot und frische Hefeteigwaren

Nein, es ist kein Ammenmärchen von Oma, dass man lieber die Finger vom frischgebackenen Brot lassen sollte. Der Verzehr kann tatsächlich zu vermehrter Gasbildung führen und unsere Verdauung belasten. Noch schlimmer ist es bei frischem Hefeteiggebäck. Wobei auch hier wieder gilt, nicht jeder Mensch reagiert gleich auf ein solches Lebensmittel. Wo der eine keinerlei Probleme hat, krümmt sich der andere schon vor unangenehmem Bauchdrücken.

Zuckeraustauschstoffe

Sich vom „figur-unfreundlichen“ Zucker ab und den vermeintlich gesunden Zuckeraustauschstoffen zuwenden, erfreut den Darm oft nicht so sehr. Dem nicht genug, dass diese Stoffe oft das Verlangen nach Süßem sogar anheizen, Sorbit beispielsweise kann in höheren Dosen sogar zu Durchfall und Blähungen führen.

Wie man sieht, sind es vor allem die fetten Lebensmittel, die unsere Verdauung nicht so gerne sieht. Auch die Zubereitungsart von Lebensmitteln kann dessen Verdaulichkeit beeinflussen. So sollte man rösten, frittieren und starkes Anbraten eher vermeiden. Extrem scharfes und starkes Würzen wirkt sich ebenso auf die Verdaulichkeit aus. Da hilft dann auch der vermeintliche „Verdauungsschnaps“ nichts. Dieser verschlimmert die Lage nur noch, denn Alkohol belastet die Verdauung noch mehr – mit Ausnahme eines verdauungsanregenden Kräuterlikörs.

Wer seiner Verdauung Gutes tun will, lässt die Finger von allen Extremen in der Ernährung, egal ob sehr fett, extrem gewürzt oder viel zu süß. Kauen Sie gut und nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Essen. Gestalten Sie Ihren Speiseplan abwechslungsreich, würzen Sie zurückhalten und wählen Sie sanfte Garmethoden. Ihre Verdauung wird es Ihnen danken. Völlegefühl, Blähbauch und längere Aufenthalte am stillen Örtchen gehören dann der Vergangenheit an.