Schnell abnehmen

Viele Diätkonzepte versprechen einen raschen Erfolg, nicht alle halten ihr Versprechen. Dennoch gibt es mehrere Diäten, mit denen man innerhalb kürzester Zeit schnell viel Gewicht verlieren kann. Hier gilt es darauf zu achten, wie effektiv auch nach der Diät solche Konzepte sind und wie sie sich auf den Körper und die Gesundheit auswirken.

Weniger geeignete Diäten

Natürlich gibt es Crash-Diäten, mit denen man schnell abnehmen kann. Leider sind sie auf den zweiten Blick nicht sehr vielversprechend, da durch Crash-Diäten kein Fett abgebaut, sondern dem Körper lediglich Wasser entzogen wird, das Gewicht sich zwar verringert, nach der Diät allerdings der Jojo-Effekt erfolgt. Sie sind dabei auch sehr einseitig, dass Mangelerscheinungen auftreten und der Körper stark belastet wird. Daher sind sie zwar für ein schnelles Abnehmen geeignet, jedoch versprechen sie keinen dauerhaften Erfolg. Zu den Crash-Diäten zählen z. B. die Kartoffel-, Apfel- Ananas-, Schokoladen- oder Reis-Diät.


Bei der Reis-Diät wird beim Essen das Salz weggelassen. Die Ernährung besteht komplett aus Reis, der warm oder kalt gegessen, ohne Salz gekocht wird. Zusätzlich können Früchte verzehrt werden und muss viel getrunken werden. Die Reis-Diät ist das einzige Konzept dieser Diätvarianten, bei dem der Körper nicht nur entwässert wird, sondern auch Fettreserven abgebaut werden.

Die anderen genannten Diäten basieren auf einer ähnlich einseitigen Ernährung, die dann jeweils aus Äpfeln, Ananas oder sogar Schokolade besteht. All diese Diäten lassen die Pfunde purzeln, allerdings ist es schwierig, das Gewicht nach der Diät zu halten. Auch ist eine so einseitige Ernährung weder für den Körper gut, noch wird das Hungergefühl unterdrückt. Die Ausschließlichkeit der einzelnen Produkte macht gleichfalls das Durchhalten schwierig.
Geeignete Diäten

Effektiver und auch gesundheitlich besser geeignet sind eiweißreiche Diäten, die unter das Low-Carb-Prinzip fallen. Mittels dieser kann man schnell viel Gewicht verlieren und muss nicht einmal hungern. Unter Eiweiß-Diäten zählen u. a. die Atkins-Diät, die Dukan-Diät, die Logi-Methode oder die Steinzeit-Diät.


Bei diesen Diäten wird in erster Linie auf Kohlenhydrate verzichtet bzw. die Aufnahme dieser reduziert. Stattdessen wird sich fett- und eiweißreich ernährt, viel getrunken und sich sportlich betätigt. Bei vielen dieser Konzepte einer eiweißreichen Kost ist auch der Glykämische Index wichtig, der Lebensmittel nach ihrer Glykämischen Last bestimmt. Diese spielt für den Insulinausstoß eine wichtige Rolle. Sobald im Körper Insulin ausgeschüttet wird, wird Fett nicht verbrannt und Heißhunger entsteht. Daher wird auf Lebensmittel zurückgegriffen, die den Insulinausstoß im Körper gering halten. Diese Diäten sind dabei auch eher eine Ernährungsumstellung und eignen sich für einen dauerhaften Erfolg, wenn nach der Diät die Kohlenhydrate weiterhin reduziert werden.

Einzelne Beispiele solcher Diäten

Die Atkins-Diät

Diese Diät basiert auf Lebensmittel, die viel Eiweiß und tierisches Fett enthalten, verzichtet dabei ganz auf Kohlenhydrate. Nicht nur der Insulinausstoß wird verhindert, auch der Blutzuckerspiegel sinkt und Hungergefühle entstehen nicht. Eine Diät, die satt macht, ist natürlich wesentlich besser, als eine, bei der ständig ein Verzichtsgefühl aufkommt. Das z. B. passiert bei Low-Fat-Diäten, die umgekehrt funktionieren und auf Fett und Eiweiß verzichten, dagegen eine kohlenhydratreiche Ernährung empfehlen. Wissenschaftler und Ärzte konnten allerdings mittlerweile nachweisen, dass die Low-Carb-Diäten sich besser eignen und auch für den Körper gesünder sind. Die Atkins-Diät ist allerdings sehr einseitig und daher auch schwierig durchzuhalten.

Die Dukan Diät

Diese Diät enthält vier Phasen, die unterschiedlich lang den Speiseplan festlegen. Natürliche Proteine und Bewegung sind das Grundprinzip der Diät. Drei Monate dauert sie, um erfolgreich zu sein. Sie setzt auf natürliche Proteine, etwas Bewegung und die Einnahme von Haferkleie.

Die erste Phase setzt alleine auf Eiweiß in der Ernährung und verzichtet ganz und gar auf Kohlenhydrate. Milchprodukte und fettarmes Fleisch sind erlaubt, während Fett, Zucker und sogar Obst und Gemüse untersagt sind, da letztere Kohlenhydrate enthalten. 1,5 Löffel Haferkleie runden den Speiseplan ab, zwanzig Minuten Bewegung bringen den Stoffwechsel in Schwung.

Die zweite Phase erlaubt verschiedene Gemüsesorten, die eine geringe Glykämische Last aufweisen, darunter Kohl, Paprika, Salat, während auf stärkehaltige Gemüsearten verzichtet werden muss, so Mais oder Kartoffeln. Weiter erlaubt sind neben eiweißreicher Kost auch Vollkornbrot, Obst und Käse, dazu 2 Löffel Haferkleie.

Die dritte Phase behält den Speiseplan bei, erhöht die Einnahme der Haferkleie auf 2,5 Löffel. Obst- und Gemüse sind nun uneingeschränkt erlaubt, sogar eine Pizza in der Woche oder in Maßen etwas Alkohol. Lediglich einmal die Woche wird ein reiner Eiweißtag eingelegt.

Die vierte Phase rundet die Ernährung ab und stabilisiert das Gewicht. 3 Löffel Haferkleie und ein Proteintag werden beibehalten und die Ernährung damit umgestellt. Der Körper verbrennt Fett und greift vordergründig auf seine Fettreserven zurück.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile liegen bei eiweißreichen Diäten darin, dass Fett abgebaut, schnell viel Gewicht verloren wird, kein Hungergefühl entsteht, keine Kalorien gezählt werden müssen.

Nachteilig ist die hohe Belastung für die Nieren, so dass viel getrunken werden muss. Menschen, die allgemein mit Nierenproblemen zu kämpfen haben, sind für das Eiweiß-Diät-Konzept nicht geeignet.