Saftfasten

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Der Körper ist jeden Tag vielen Belastungen und Schadstoffen ausgesetzt. Nicht nur durch äußerliche Einflüsse, auch durch die Ernährung gelangen Giftstoffe in den Organismus, die wieder hinausgespült werden müssen. Das Saftfasten eignet sich hervorragend dazu, den Körper komplett zu regenerieren, zudem kann man sehr schnell innerhalb kürzester Zeit viel Gewicht verlieren.

Das Saftfasten ist nicht so radikal wie das Heilfasten, bei dem ausschließlich Wasser und Tee gestattet ist, wodurch das Fasten für die meisten Menschen nur schwer durchzuhalten ist. Natürlich wird auch während des Saftfastens komplett auf feste Nahrung verzichtet, allerdings sättigen dickflüssige Obst- und Gemüsesäfte, die dem Organismus alle wichtigen Vitamine und Vitalstoffe zuführen. Der Körper wird dabei genauso entschlackt, die Giftstoffe werden aus dem Körper gespült, der Darm entleert, die Kilos purzeln.


Auch verwenden viele Menschen das Fasten zum Reinigen seelischer Probleme, da während der Fastenzeit der Körper auf Sparflamme läuft, Endorphine ausgeschüttet werden und sich auch der Kopf in eine Art Ruhephase begibt, durch die Sorgen und Probleme verschwinden oder der sehr klare Geist Lösungen findet.

Wie funktioniert das Saftfasten?

Eine Saftfasten-Kur sollte immer gut organisiert sein. Sie ist eine Ernährung rein flüssiger Art. Dabei sind neben Mineralwasser zunächst Brühe, Tee und eineinhalb Liter frisch gepresster Obstsaft oder Gemüsesaft erlaubt. Die Kur besteht aus drei Phasen, beginnend mit der Entlastungsphase, der Fastenphase und der Aufbauphase.
Während der ersten Zeit wird der Stoffwechsel umgestellt. Der Körper verbrennt demnach nur noch sehr wenig Energie. Während dieser Zeit werden Fett- und Proteinreserven des Körpers nach und nach aufgelöst.


Entlastungsphase:

Der erste Tag des Saftfastens dient der Entlastung. Der Körper soll sich also erst einmal an den Verzicht auf feste Nahrung gewöhnen. Der Darm muss während diesem Tag vollständig entleert werden, dafür wird Glauber- bzw. Bittersalz genommen. Dies ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Ist der Darm entleert, kommt kein Hungergefühl mehr auf. Da der Körper während des Saftfastens gereinigt und von Giftstoffen befreit wird, muss der Darm leer sein, da der Vorgang im Darm selbst geschieht. Ist der Darm nicht vollständig entleert, bleiben Stoffwechselreste zurück, gelangen in die Blutbahn, was Hautunreinheiten, Gelenkschmerzen oder ein allgemein schlechteres Empfinden nach sich zieht. Den Darm zu entleeren ist daher gerade für die Fastenzeit notwendig, um diese überhaupt unbeschwert zu überstehen.

Die Darmentleerung kann durch verschiedene Mittel stattfinden. Glauber- bzw. Bittersalz ist eine Möglichkeit, aber auch ein Einlauf ist eine effektive Lösung. Dafür notwendige Klistiere sind in der Apotheke erhältlich. Wer dies nicht selbst machen möchte, kann auch einen Arzt oder eine Naturheilpraxis aufsuchen.

Eine andere Methode ist die Unterstützung durch Apfelessig, Sauerkrautsaft oder Buttermilch. Diese wirken sofort auf den Verdauungstrakt und fördern die Darmentleerung.

Grundsätzlich gilt, dass die Darmentleerung am Anfang der Fastenkur stattfindet, aber auch während des Fastens noch einige Male angewendet wird, um den Körper immer einmal wieder zu entschlacken.

Gewöhnlich aber wird am Morgen des ersten Tages ein viertel Liter warmes Wasser mit Bittersalz getrunken, dazu ein Glas Obst- und Gemüsesaft. Über den Tag ist noch etwas Reis und Gemüse erlaubt.
Der zweite und dritte Tag sind ebenfalls noch Entlastungstage. Auf Reis wird verzichtet, Gemüse darf noch verzehrt werden. Viel Wasser, Tee und Obst- und Gemüsesäfte sind erlaubt.
Die ersten drei Tage sind dabei auch die kritischen Tage. Der Stoffwechsel stellt sich um und verlangsamt sich, daher können Erschöpfungszustände, auch Kopfschmerzen auftreten. Auch wird natürlich ein Hungergefühl auftreten, da die Verbrennung im Körper sich erst an die geringe Aufnahme von etwa 300 Kilokalorien am Tag anpassen muss. Ab dem vierten Tag hat sich der Körper daran gewöhnt, daher entsteht auch kein Hungergefühl mehr.

Fastentage:

Die nächsten 5 Tage stehen beim Saftfasten ausschließlich Wasser, etwas Brühe, Tee und Saft zur Verfügung. In dieser Zeit wird der Körper vollkommen entschlackt, bis zu fünf Kilo Gewichtsabnahme sind möglich und normal.
Da der Körper während dieser Zeit viel Vitamine und Mineralstoffe benötigt, sollten die Obst- und Gemüsesäfte frisch gepresst werden oder Biosäfte sein. Dabei sind auch gemischte Gemüsesorten erlaubt, um den Geschmack zu verbessern. So kann mit Rettich gewürzt werden oder mit Ingwerwurzeln.

Am Morgen darf ein Glas dickflüssiger Obst- oder Gemüsesaft getrunken werden, über den Tag müssen die Säfte stark mit Wasser verdünnt werden. Durch die Belastung für den Körper dürfen die Säfte nur sehr langsam und in kleinen Schlucken getrunken werden, damit sie viel Speichel abbekommen und so leichter im Magen verdaut werden können. Neben den verdünnten Säften werden bis zu drei Liter Wasser getrunken, die gegebenenfalls auch durch Tee ersetzt werden können. Dieser sollte natürlich ungesüßt sein und am besten Kräutertee sein. Während der Fastenzeit verbrennt der Körper durch Wasserverlust das meiste Gewicht.

Aufbautage:

Die nächsten 7 Tage nennen sich Fastenbrechen, sind also Aufbautage. In dieser Zeit wird der Körper nach dem Fasten wieder an feste Nahrung gewöhnt. Das darf nur ganz langsam geschehen. Am ersten Tag darf Obst, z. B. ein Apfel verzehrt werden. Nach und nach werden dem Speiseplan dann leicht verdauliche Lebensmittel hinzugefügt.

Sportliche Betätigung

Saftfasten fordert wie Heilfasten viel Kraft vom Körper, der Stoffwechsel wird stark hinuntergeschraubt, so würde Sport dem Körper viel zu viel Energie abverlangen. Daher sollte während der kurzen Phase des Saftfastens auf sportliche Betätigung komplett verzichtet werden. Besser ist es, sich auszuruhen, während der Körper entschlackt wird, sich zu entspannen.

Wie lange dauert das Saftfasten?

Die Saftfasten-Kur sollte nicht länger als drei Wochen angewendet werden, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Eine ärztliche Beratung ist dabei sinnvoll. Die ersten Tage sind Entlastungstage, die nächsten 5 Fastentage, die darauf folgende Woche dient dem Aufbau und dem Zurück-Gewöhnen an feste Nahrung.

Wieviel Gewicht kann durch Saftfasten abgebaut werden?

Innerhalb einer Woche lässt sich durch Saftfasten sehr schnell viel Gewicht verlieren, so fünf Kilo in 5 Tagen. Danach reduziert sich der Gewichtsverlust nur noch langsam, etwa 2 Kilo pro Woche, da der Körper sich daran gewöhnt hat und sich auf die geringe Nahrungszufuhr durch ausschließlich Flüssigkeit umstellt. Insgesamt können demnach 9 bis 10 Kilo während des Saftfastens abgebaut werden.

Vor- und Nachteile der Diät

Vorteile des Saftfastens:

Der Körper wird während des Saftfastens stark entschlackt, einer Übersäuerung wird vorgebeugt, durch die Gicht, Verdauungsbeschwerden, Darmerkrankungen und Gelenkbeschwerden entstehen können.

Während des Saftfastens sinkt der Blutdruck, wodurch wiederum das Herz und der Kreislauf entlastet werden. Das kann dazu führen, dass die Atmung leichter wird.

Während des Fastens wird der Körper gereinigt, Giftstoffe werden hinausgespült und der Darm wird vollständig geleert und gereinigt.

Durch die reichlich durch Obst- und Gemüsesäfte zugeführten Vitamine und Mineralstoffe ist auch das Saftfasten ausgewogen.

Es kann vorkommen, dass der Körper Endorphine ausschüttet, um die Hungerphase erträglich zu machen. Das führt dazu, dass es während der Fastenzeit zu Fröhlichkeit und Wohlgefühl kommt.

Nach dem Fasten fühlen sich die meisten sehr fit und gereinigt. Auch ist das Durchhaltevermögen gestärkt.

Nachteile des Saftfastens:

Saftfasten eignet sich nicht für alle Menschen, insbesondere nicht für schwangere oder stillende Frauen.

Eine effektive und dauerhafte Gewichtsabnahme ist nicht möglich. Während der Fastenzeit wird der Körper nur entschlackt und entwässert, der Körper entleert seine Kohlenhydratspeicher und verliert nur jede Menge Wasser. Der Jojo-Effekt nach dem Fasten ist daher vorprogrammiert, sobald wieder auf eine normale Ernährung umgeschaltet wird.

Der Stoffwechsel wird während der Fastenkur stark heruntergefahren, daher kann das Saftfasten zu Erschöpfungszuständen führen. Der Mensch ist kaum belastbar.

Wenn es im Körper zu Stoffwechselvorgängen kommt, bilden sich Aceton und Ketokörper im Organismus. Das kann zu verstärktem Mund- und Körpergeruch führen.

Wird die Fastenzeit länger als drei Wochen betrieben, kann dies den Herzmuskel angreifen.

Diätplan kompakt:

  • 1. Tag: Entlastungstag – Nahrung allgemein: Wasser, etwas Reis und Gemüse
  • Am Morgen: ein Glas Saft, dazu ein viertel Liter warmes Wasser mit Bittersalz zur Darmentleerung
  • 2. Tag: Entlastungstag – Nahrung: Wasser, Gemüse, Tee
  • 3. Tag: Entlastungstag – Nahrung: Wasser, Obst- und Gemüsesaft, Tee
  • 5 Tage lang Obst- und Gemüsesäfte, ein Glas am Morgen, über den Tag verteilt verschiedene Säfte mit Wasser verdünnt. Ebenfalls Kräutertee ist erlaubt.
  • 7 Tage Aufbauphase: der Körper wird wieder an feste Nahrung gewöhnt. Obst an den ersten Tagen, danach leicht verdauliche Nahrungsmittel
  • keine sportliche Betätigung

Wie schwer ist es, diese Diät durchzuhalten?

Saftfasten ist keine leichte Diät, dennoch hört sie sich schwieriger an, als sie ist. Durch die am Anfang stattfindende Darmentleerung sind Hungergefühle schnell überstanden. Diese treten nur durch die Aufnahme von zu viel Kohlenhydraten auf. Da diese nur gering durch Obst und Gemüse in flüssiger Form aufgenommen werden, gewöhnt sich der Körper daran und der Hunger kommt nicht auf. Daher ist das Fasten über einen kurzen Zeitraum (höchstens drei Wochen) gut durchhaltbar.

Welche Beschwerden können u.a. auftreten?

Saftfasten ist nur etwas für fitte und gesunde Menschen, da der Körper während des Fastens stark belastet wird. Auch sollte die Fastenzeit drei Wochen nicht überschreiten. Bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem, bei schwangeren und stillenden Frauen kann das Saftfasten eine zu starke Belastung werden, daher ist von einer solchen radikalen Kur abzuraten.

Die ersten drei Tage der Entlastungsphase bringen Erschöpfung, Trägheit und Müdigkeit mit sich. Auch Kopfschmerzen können auftreten.

Welche Kosten sind zu erwarten?

Die Kosten dieser Diät sind eher gering, da man während des Saftfastens nur Obst, Gemüse und verschiedene Säfte benötigt. Da die Menge gering ist, sind auch die Kosten niedrig.