Eskimo-Diät

Diese Diät belegt einen geteilten 28. Platz beim großen Bauch.de Diätvergleich

Wie erhielt die Eskimo-Diät ihren Namen?

Bei der von den beiden Medizinern Dr. Reg Saynor und Dr. Frank Ryan Anfang der Neunzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts entwickelten Diät ernähren sich die Teilnehmer vorwiegend von Fisch, welcher in zahlreichen Variationen, angereichert mit unterschiedlichsten Beilagen, zubereitet werden darf. In Anlehnung an die ursprüngliche Ernährungsweise der heutzutage „Inuit“ genannten Völkerstämme verliehen die beiden Wissenschaftler dieser Ernährungsweise die Bezeichnung „Eskimo-Diät“.


Wie funktioniert die Eskimo Diät?

Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, welche durch den Konsum von Fischgerichten aufgenommen werden, hat die Aufgabe, den Fettstoffwechsel anzuregen und somit die Fettverdauung zu erhöhen und zu beschleunigen. Den ebenfalls in hoher Konzentration enthaltenen Eiweißen obliegt die Aufgabe, die Muskelmasse des Diätwilligen zu erhalten. Der insbesondere in Seefischen enthaltene hohe Jodgehalt regt die menschliche Schilddrüse an, welche ihrerseits den Stoffwechsel noch zusätzlich aktiviert.

Die Ernährungsweise der Eskimo-Diät verfolgt das Ziel, die aufgenommene Nahrung so schnell als möglich in nützliche und nachteilige Bausteine zu trennen. Die nützlichen Nährstoffe sollen dem Körper rasch und ungeschmälert zur Verfügung stehen, die Giftstoffe sowie leeren Kalorien sollen vollständig ausgeschieden werden, bevor sie noch ihre schädliche Wirkung entfalten können.

Wie lange dauert diese Diät und wieviel nimmt man ab?

Um keine unangenehmen Verdauungsstörungen zu entwickeln, sollte die Eskimo-Diät den zeitlichen Rahmen von vier Wochen nicht übersteigen. Dabei besteht der tägliche Nährstoffgehalt in der ersten Woche aus 1200 Kalorien, ab der zweiten Woche dürfen 2000 Kalorien pro Tag aufgenommen werden.

Die meisten Teilnehmer können pro Woche knapp zwei Kilogramm Körpergewicht verlieren, in der ersten Woche gestaltet sich der Gewichtsverlust meist etwas langsamer. Eine Reduzierung des Übergewichts um acht Kilogramm sollte mithilfe dieser Diät somit ohne größere Schwierigkeiten möglich sein, sportliche Aktivitäten unterstützen die positive Auswirkung dieser Ernährungsweise zusätzlich.


Wie sieht der Diätplan in der Praxis aus?

Es ist eine unabdingbare Voraussetzung dieser Ernährungsweise, dass die Teilnehmer das Essen von Fisch als heißgeliebte Delikatesse betrachten.
Mindestens an fünf Tagen die Woche steht mindestens einmal täglich ein Fischgericht auf dem Speiseplan. Vorzugsweise magere Fische wie Schellfisch, Scholle und Seelachs aber auch Hering und Makrele können abwechselnd gekocht, gegrillt oder gebacken werden. Lediglich auf das Panieren sollten Sie aufgrund des hohen Fettgehalts dieser Zubereitungsart verzichten.

Der Fisch wird durch Kartoffeln oder Reis sowie einer größeren Portion Gemüse oder Salat ergänzt. Diese Beilagen sorgen nicht nur für Abwechslung auf dem Ernährungsplan, sie sind auch zur Anregung der Verdauung von wesentlicher Bedeutung. Fleisch und Geflügel zählen zu den verbotenen Lebensmitteln, wohingegen das morgendliche Müsli und das abendliche Vollkornbrötchen von den meisten Teilnehmern als wohltuende kulinarische Bereicherung betrachtet werden.

Zweimal pro Woche dürfen Sie den Tag vegetarisch verbringen, dies ist jedoch nicht verpflichtend.

Welche Vorteile hat die Eskimo-Diät?

Fisch gehört zu den außerordentlich nährstoffreichen und gesunden Lebensmitteln. Heißhungerattacken und Kreislaufprobleme, welche oftmals ein nur schwer kontrollierbares Verlangen auf Süßes nach sich ziehen, sind bei dieser Diät kaum zu befürchten. Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren senkt zusätzlich den bei den meisten Übergewichtigen stark überhöhten Cholesterinspiegel und reduziert auf diese Weise das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Darüber hinaus kann die Eskimo-Diät bei den Diätwilligen aufgrund der wertvollen tierischen Eiweiße einen erstaunlichen Muskelaufbau bewirken, womit diese Verbesserung der äußerlichen Optik einen zusätzlichen Motivationsschub darstellt.

Gibt es auch Nachteile?

Die Eskimo-Diät steht nur einem eingeschränkten Personenkreis offen, Menschen, welche nur sporadisch Appetit auf ein Fischgericht verspüren, sollten sich nicht dafür entscheiden. So sind auch absolute Liebhaber von Fischspezialitäten immer wieder gezwungen, die Diät bereits nach zwei oder drei Wochen zu unterbrechen, um nach ein paar Monaten einen weiteren Versuch zu wagen.

Fisch ist zudem eine teure Delikatesse, welche stets frisch zubereitet werden muss. Auch das Gemüse und die Salate können nur sehr bedingt gelagert werden. Die zeitaufwändigen Einkäufe sowie das tägliche Kochen lassen die Eskimo-Diät für Berufstätige oftmals unattraktiv erscheinen. Nur sehr überzeugte Anhänger dieser Ernährungsform werden ihre knappe Mittagspause und ihren Feierabend investieren.

Personen, die unter chronischer Blutarmut oder einem Eisenmangel leiden, sollten zuvor ihren Arzt befragen, da Fisch zu den Lebensmitteln mit einem geringen Anteil an blutbildendem Eisen zählt.

Wie schwer ist diese Diät durchzuhalten und welche Beschwerden können auftreten?

Bei manchen Personen treten bereits nach wenigen Tagen Ekelgefühle vor dem Geruch von Fisch oder Fetten auf. In diesem Fall sollten Sie die Diät abbrechen und auf eine andere Ernährungsweise zurückgreifen.

Schwitzen, Schlaflosigkeit oder leichtere Kopfschmerzen sind jedoch meist harmloser und vorübergehender Natur und können in aller Regel mit ausgedehnten Spaziergängen und genügender Aufnahme von Flüssigkeit gemildert werden. Leichteren Formen von Verstopfung begegnen Sie am besten mit einer zusätzlichen Portion eines knackigen Salats sowie angemessener sportlicher Betätigung, welche sich dann auch wiederum positiv auf die Reduzierung des Körpergewichts auswirkt.

Welche Kosten kann man erwarten?

Sämtliche Lebensmittel der Eskimo-Diät können als hochwertig und daher als nicht gerade kostengünstig bezeichnet werden. Obwohl zwischen den einzelnen Fischen größere Preisspannen liegen, und auch die Preise von Obst und Gemüse je nach Jahreszeit und Einkaufsquelle stark variieren, sollten sich Diätwillige auf zusätzliche Kosten von 20 Euro täglich einstellen.

Abschließendes Resümee

Die Eskimo-Diät kann keine dauerhafte Möglichkeit, seine Ernährung umzustellen, darstellen. Doch sie eignet sich, den Teilnehmern wertvolle Anregungen und die entscheidende Motivation, ihre Zukunft ernährungsbewusster und gesünder zu gestalten, zu geben.